Frankreich hat den heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947 erlebt. Der nationale Temperaturindex, der die durchschnittlichen Tages- und Nachttemperaturen an mehreren Messstationen erfasst, stieg auf 30 Grad und übertraf damit den erst am Vortag aufgestellten Rekord.
Besonders betroffen waren Paris und zahlreiche weitere Regionen, wo die Temperaturen die 40-Grad-Marke überschritten.
Tote und massive Einschränkungen
Die anhaltende Hitzewelle sorgt in mehreren europäischen Ländern für Todesfälle und erhebliche Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. In Frankreich, Spanien und Italien stehen die Behörden unter Druck, da die extremen Temperaturen vor allem ältere Menschen und gesundheitlich gefährdete Personen belasten.
In Frankreich gilt in mehr als der Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe. Zudem waren im Westen des Landes Zehntausende Haushalte zeitweise von Stromausfällen betroffen.
Klimawandel verschärft die Lage
Klimaforscher sehen in der aktuellen Entwicklung einen weiteren Hinweis auf die Folgen des Klimawandels. Europa erwärmt sich laut dem Klimadienst Copernicus etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt.
Die Folgen sind immer häufigere und intensivere Hitzewellen, zunehmende Wasserknappheit sowie ein höheres Risiko für Waldbrände.
Hitzewelle breitet sich weiter aus
Die extreme Wetterlage erfasst inzwischen weitere Teile Westeuropas. In den Niederlanden wurde für mehrere Regionen eine orangefarbene Wetterwarnung ausgegeben. Experten rechnen damit, dass die Hitzewelle in den kommenden Tagen weitere Rekorde brechen könnte.











