Die anhaltende Hitzewelle sorgt in Österreich für eine neue Debatte über „hitzefrei“ an Schulen. Derzeit gibt es keine gesetzliche Grundlage, um Schulen allein wegen hoher Temperaturen zu schließen. Laut Bildungsministerium und Bildungsdirektionen sieht das Schulzeitgesetz eine Schließung nur in Ausnahmefällen wie Naturkatastrophen oder bei Unbenutzbarkeit von Schulgebäuden vor.
Als kurzfristige Maßnahmen werden Unterricht im Freien, angepasste Pausenregelungen sowie ausreichend Trinkmöglichkeiten empfohlen. Die Entscheidung darüber liegt im Rahmen der Schulautonomie bei den jeweiligen Schulleitungen.
Lehrkräftevertreter kritisieren jedoch, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen. In einigen Wiener Schulen seien bereits Temperaturen von bis zu 39 Grad gemessen worden. Unter solchen Bedingungen sei konzentrierter Unterricht kaum mehr möglich.
Das Bildungsministerium prüft derzeit weitere Maßnahmen gegen die zunehmende Hitzebelastung. Gleichzeitig werden langfristige Lösungen wie bessere Beschattung, Lüftungsanlagen und Klimatisierung diskutiert. Auch eine Vorverlegung der Sommerferien wurde zuletzt als mögliche Option ins Spiel gebracht.










