Venezuela ist von zwei schweren Erdbeben erschüttert worden. Die Beben der Stärke 7,2 und 7,5 ereigneten sich im Abstand von nur 39 Sekunden im Nordwesten des Landes. Nach Angaben der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, mehr als 700 weitere wurden verletzt.

Gebäude eingestürzt, Flughafen geschlossen
Besonders stark betroffen war die Hauptstadt Caracas. Dort stürzten mehrere Gebäude ein oder wurden schwer beschädigt. Auch in den Bundesstaaten Miranda, La Guaira, Aragua, Carabobo, Falcon, Trujillo und Yaracuy wurden erhebliche Schäden gemeldet.
Der internationale Flughafen Simón Bolívar erlitt schwere Schäden an der Infrastruktur. Am Flughafen Maiquetía stürzte teilweise die Decke ein, woraufhin sämtliche Flüge gestrichen wurden.
Tsunami-Warnung später aufgehoben
Nach den Erdbeben gab das US-Tsunamiwarnzentrum zunächst eine Warnung für Küstengebiete im Umkreis von 300 Kilometern aus. Auch Puerto Rico und die Jungferninseln galten zeitweise als gefährdet. Wenige Stunden später wurde jedoch Entwarnung gegeben.

Ausnahmezustand im ganzen Land
Angesichts der schweren Schäden rief die Regierung den landesweiten Ausnahmezustand aus. Schulen wurden geschlossen und nicht notwendige Aktivitäten vorübergehend eingestellt. Laut Rodríguez wurden bisher rund 20 Nachbeben registriert.
„Unsere oberste Priorität ist es, Menschenleben zu retten“, erklärte die Präsidentin. Rettungskräfte und Zivilschutzteams sind derzeit in den betroffenen Regionen im Einsatz, um Verschüttete zu suchen und Verletzte zu versorgen.

Internationale Hilfe angelaufen
Mehrere Staaten und internationale Organisationen sagten Venezuela ihre Unterstützung zu. Die USA kündigten an, Such- und Rettungsteams sowie medizinische und humanitäre Hilfsgüter in das Katastrophengebiet zu entsenden.
US-Präsident Donald Trump erklärte, die Vereinigten Staaten seien bereit, Venezuela bei der Bewältigung der Folgen der Katastrophe zu unterstützen. Auch US-Außenminister Marco Rubio bestätigte die Entsendung von Rettungskräften und Hilfslieferungen.

Suche nach Überlebenden geht weiter
Während die Aufräum- und Rettungsarbeiten auf Hochtouren laufen, befürchten die Behörden, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte. Viele beschädigte Gebäude gelten weiterhin als einsturzgefährdet, weshalb die Bevölkerung aufgefordert wurde, betroffene Häuser und Gebäude vorerst nicht zu betreten.











