Sportminister und Vizekanzler Andreas Babler steht nach seiner USA-Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft im Zentrum einer hitzigen Social-Media-Debatte. Der Politiker hatte das ÖFB-Nationalteam rund um die Kapitäne und Führungsspieler wie David Alaba und Konrad Laimer im WM-Quartier besucht. Bei seiner Rückkehr nach Österreich sorgte Babler jedoch mit seiner Wortwahl bei der Nachbetrachtung des Besuchs für heftige Diskussionen über geschlechtergerechte Sprache im Sport.
„Spielerinnen“ beim Herren-Team: Gender-Sprache sorgt für Social-Media-Sturm
In einem offiziellen Statement und Interview nach seiner Rückreise sprach der Sportminister über seine Eindrücke vom Nationalteam der Herren. Dabei passierte dem Vizekanzler ein sprachlicher Fauxpas, der im Netz sofort viral ging: Er bezeichnete die männlichen ÖFB-Kicker zweimal explizit als „Spielerinnen“.
Während Befürworter der gendergerechten Sprache darin ein (wenn auch missglücktes) Zeichen für gelebte Gleichberechtigung sehen, erntete Babler auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) und Facebook heftige Kritik und Spott. Kritiker werfen dem Minister vor, den Fokus vom sportlichen Erfolg der Mannschaft auf ideologische Debatten zu lenken.
WM-Quartierbesuch: Stolz auf den ÖFB-Erfolg nach Auftaktsieg
Abseits der sprachlichen Aufregung betonte Andreas Babler jedoch die sportliche und emotionale Bedeutung seiner Reise in die USA. Der Besuch direkt nach dem erfolgreichen Auftaktsieg gegen Jordanien sollte der Mannschaft den Rückhalt der Heimat signalisieren.
„Es war mir ein großes Anliegen, die lange Reise auf mich zu nehmen, um dem Team persönlich zu gratulieren. Das ganze Land ist kollektiv stolz auf das, was diese Mannschaft und die Spieler hier leisten“, so der Sportminister.
Der Besuch sollte den Teamgeist vor den entscheidenden K.-o.-Spielen stärken und zeigen, dass die österreichische Bundesregierung voll und ganz hinter dem rot-weiß-roten Fußballmärchen steht. Die Debatte um den „Spielerinnen“-Sager dürfte den Minister jedoch noch einige Tage begleiten.











