Das Abenteuer Weltmeisterschaft ist für die österreichische Nationalmannschaft vorzeitig vorbei. Im ersten K.-o.-Spiel (Sechzehntelfinale) in Inglewood (Los Angeles) musste sich das ÖFB-Team einer dominanten spanischen Mannschaft klar mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Während der Europameister von 2024 souverän ins WM-Achtelfinale einzieht und dort auf den Sieger der Partie Portugal gegen Kroatien wartet, herrscht in Österreich große Enttäuschung über das bittere WM-Aus.
Defensivtaktik geht nicht auf: Spanien dominiert von Beginn an
Die Rollen vor dem Anpfiff waren klar verteilt. ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick versuchte, den Spielfluss der Spanier mit einer extrem kompakten Aufstellung und sechs Mittelfeldspielern zu unterbinden. Doch die Iberer, angeführt von Stars wie Lamine Yamal, Dani Olmo und Aymeric Laporte, übernahmen sofort das Kommando.
Schon früh zappelte der Ball im Netz von Alexander Schlager, als Marc Cucurella nach einer Ecke traf. Der Treffer wurde jedoch korrekterweise aberkannt, da der ÖFB-Keeper im Fünfmeterraum behindert worden war. Wenig später war es dann aber so weit: Nach einem blitzschnellen Angriff der Spanier schaltete Mikel Oyarzabal am schnellsten und erzielte das verdiente 1:0 für die “Furia Roja”.
Rangnick bringt die Riesen: Kalajdzic und Arnautovic ohne Fortune
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Spanien spielbestimmend, verpasste es jedoch zunächst, den Sack zuzumachen. Österreich witterte seine Chance. Mit der Einwechslung der beiden Star-Stürmer Sasa Kalajdzic und Marko Arnautovic kam neuer Schwung in die Offensive. Der Zwei-Meter-Hüne Kalajdzic hatte auch prompt die Riesenchance zum Ausgleich, setzte seinen Kopfball jedoch knapp über die Querlatte.
Die kalte Dusche für Österreich folgte in der 65. Minute: Nach einer Unachtsamkeit in der ÖFB-Hintermannschaft stand Pedro Porro goldrichtig und nickte aus kurzer Distanz zum 2:0 ein. Ab diesem Zeitpunkt glich das Weiterkommen für das rot-weiß-rote Team einer “Mission Impossible”.
Oyarzabal macht den Deckel drauf – Spanien wartet auf Portugal oder Kroatien
In der Schlussphase verwaltete der WM-Favorit die Führung clever und kam zu weiteren Tormöglichkeiten. Kurz vor dem Abpfiff machte Spanien das Ergebnis deutlich: Nach einer präzisen Flanke von Cucurella über die linke Seite schnürte Oyarzabal seinen Doppelpack und stellte den 3:0-Endstand her.
Für das österreichische Nationalteam endet eine intensive WM-Kampagne mit einer bitteren Lehrstunde. Spanien hingegen reist mit breiter Brust nach Dallas, wo am 6. Juli im Achtelfinale entweder Portugal oder Kroatien wartet.










