Steiermark – Bei einer Schießausbildung des Österreichischen Bundesheeres ist es am Mittwoch zu einem schweren Unfall gekommen. Ein 23-jähriger Berufssoldat aus Klagenfurt erlitt bei einer Explosion schwere Verletzungen an den Händen sowie leichte Verletzungen im Gesicht. Die Polizei geht derzeit von einem tragischen Unglück ohne Fremdverschulden aus.
Explosion während Schießausbildung
Der Vorfall ereignete sich gegen 11:45 Uhr auf einem militärischen Schießplatz in der Steiermark. Eine Gruppe von Berufssoldaten absolvierte dort eine Ausbildung mit einem Granatwerfer.
Der 23-jährige Soldat war als Ladeschütze eingesetzt und für das Nachladen scharfer Granaten verantwortlich. Nach bisherigen Ermittlungen führte er die erste Granate ordnungsgemäß in das Rohr ein und begann offenbar bereits mit dem Nachladen der zweiten Granate, bevor der erste Schuss vollständig abgegeben worden war.
Dadurch soll sich die erste Granate noch im Rohr entzündet haben, was eine heftige Detonation auslöste.
Schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht
Durch die Explosion erlitt der Soldat schwere Verletzungen an beiden Händen sowie leichtere Verletzungen im Gesicht. Sanitäter des Bundesheeres leisteten unmittelbar Erste Hilfe und brachten den Verletzten anschließend in das LKH Judenburg, wo er medizinisch versorgt wird.
Polizei schließt Fremdverschulden derzeit aus
Die steirische Polizei führte unmittelbar nach dem Unfall umfangreiche Ermittlungen am Einsatzort durch und befragte mehrere Augenzeugen. Auch die ersten Aussagen des verletzten Soldaten ergaben bislang keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Das Österreichische Bundesheer richtete zudem eine interne Unfallkommission ein. Diese soll den genauen Ablauf des Unfalls rekonstruieren und klären, wie es zu der folgenschweren Explosion kommen konnte.
Ermittlungen dauern an
Die Untersuchungen der Polizei und der internen Bundesheer-Kommission laufen derzeit weiter. Ziel ist es, den genauen Unfallhergang lückenlos aufzuklären und mögliche Sicherheitsmaßnahmen für zukünftige Übungen abzuleiten.











