Gute Nachrichten für die Verbraucher in Österreich: Der allgemeine Preisauftrieb hat sich zu Beginn des Sommers spürbar eingebremst. Wie das nationale Statistikinstitut Statistik Austria in einer ersten Prognose bekannt gab, stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Juni 2026 im Jahresvergleich um 3,2 Prozent. Damit setzt sich der Trend einer moderaten Stabilisierung der Lebenshaltungskosten fort.
Unter der Leitung der Generaldirektoren Manuela Lenk und Franz Haslauer teilte die Behörde mit, dass vor allem ein Sektor für Entlastung sorgte: Treibstoffe. Im Vergleich zu den Vormonaten gab es an den Zapfsäulen einen deutlich geringeren Preisauftrieb, was die Gesamtinflation maßgeblich nach unten drückte.
HVPI-Schnellschätzung: Verbraucherpreise sinken im Monatsvergleich
Auch der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der als Maßstab für den europaweiten Vergleich dient, bestätigt den Abwärtstrend. Die vorläufigen Daten für den Juni 2026 zeigen folgendes Bild:
- HVPI zum Vorjahresmonat: +3,1 Prozent (vorläufige Schnellschätzung)
- HVPI zum Vormonat: −0,3 Prozent (vorläufige Schnellschätzung)
Besonders der Rückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zum Mai 2026 verdeutlicht, dass das Leben in Österreich im Monatsvergleich kurzfristig etwas günstiger geworden ist.
Was ist der Unterschied zwischen VPI und HVPI?
Die Differenzen zwischen dem nationalen VPI und dem EU-konformen HVPI liegen primär in der Gewichtung. Während der VPI ausschließlich die Ausgaben der in Österreich lebenden Haushalte misst, berücksichtigt der HVPI zusätzlich auch die Konsumausgaben von Touristinnen und Touristen aus dem Ausland.
Finale Inflationsdaten folgen am 17. Juli 2026
Bei den jetzigen Zahlen handelt es sich um eine fundierte Schnellschätzung. Diese basiert auf rund 80 bis 90 Prozent der bis zum Monatsende erhobenen Preisdaten. Da verspätete Meldungen und statistische Validierungen noch einfließen, kann es bei den endgültigen Werten Mitte des Folgemonats zu minimalen Abweichungen kommen.
Statistik Austria weist ausdrücklich darauf hin, dass diese vorläufige VPI-Schnellschätzung rechtlich nicht für vertragliche Wertanpassungen (wie etwa Mietzinsanpassungen) herangezogen werden darf.
Der exakte Indexstand des Verbraucherpreisindex sowie alle detaillierten Ergebnisse für die verschiedenen Ausgabenbereiche im Juni 2026 werden am 17. Juli 2026 offiziell veröffentlicht.











