Ein spürbares Erdbeben der Stärke 4,5 hat in der Nacht auf Freitag zahlreiche Menschen in Niederösterreich, der Steiermark und Wien aus dem Schlaf gerissen. Der Erdstoß ereignete sich um Punkt 01.59 Uhr und war im östlichen Flachland sowie im Wiener Becken deutlich zu spüren.
Wie der Erdbebendienst der GeoSphere Austria mitteilte, lag das Epizentrum des Bebens im Raum Neunkirchen.
Hier sind die Details und die ersten Berichte aus den betroffenen Regionen:
Epizentrum nahe Gloggnitz: Beben in nur 4 Kilometern Tiefe
Nach den Erfassungen der Sismologen lag das Epizentrum rund 8 Kilometer südwestlich von Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) und etwa 15 Kilometer östlich von Mürzzuschlag.
Da sich das Beben in einer sehr geringen Tiefe von nur rund 4 Kilometern ereignete, wurden die Erschütterungen an der Erdoberfläche stellenweise als sehr heftig und ruckartig wahrgenommen.
Unzählige Wahrnehmungsmeldungen aus Wien und der Steiermark
Direkt nach dem Erdstoß gingen bei der GeoSphere Austria sowie bei den Notrufzentralen hunderte Meldungen ein. Besonders stark war das Beben im südlichen Niederösterreich und im steirischen Grenzgebiet zu spüren. Aber auch viele Bewohner höherer Stockwerke in Wien berichteten von schwankenden Möbeln und deutlichem Rütteln.
Steinschlag auf Landesstraße: Feuerwehr im Einsatz
Das Beben führte im Bezirk Neunkirchen zu kleineren Schäden und Verkehrsbehinderungen:
- Wie die Landeswarnzentrale Niederösterreich mitteilte, kam es durch die Erschütterungen zu einem Steinschlag auf der Verbindung zwischen Schottwien und Breitenstein.
- Rie alarmierten Feuerwehrkräfte rückten umgehend aus, räumten die herabgestürzten Felsbrocken von der Fahrbahn und machten den Straßenabschnitt nach kurzer Zeit wieder sicher befahrbar.
Einschätzung der Experten: Laut Sismologen können Erdbeben dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums leichte Gebäudeschäden wie Verputzrisse verursachen. Nach aktuellem Stand der Behörden gibt es jedoch keine Berichte über Verletzte oder schwere bauliche Schäden.











