Tourism wurden im Jahr 2025 insgesamt rund 793 Millionen internationale Touristinnen und Touristen gezählt. Das entspricht einem Anstieg von 4 Prozent gegenüber 2024 sowie etwa 6 Prozent im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019.
Regional zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Westeuropa verzeichnete ein Plus von rund 5 Prozent, der südliche Mittelmeerraum legte um etwa 3 Prozent zu. Besonders dynamisch entwickelte sich Mittel- und Osteuropa mit einem Wachstum von rund 6 Prozent.
Die reinen Zahlen spiegeln jedoch nur einen Teil der Realität wider. Entscheidend ist die zeitliche und räumliche Konzentration der Besucherströme.
In den Sommermonaten verschärft sich die Situation vielerorts deutlich. Das Phänomen des Overtourism ist nicht neu, rückte jedoch im Sommer 2025 erneut in den Fokus. Am 15. Juni gingen in mehreren südeuropäischen Städten tausende Menschen gegen die Folgen des Massentourismus auf die Straße. In Barcelona, Lissabon und Venedig sowie auf den Balearen richteten sich die Proteste gegen steigende Mieten, Umweltbelastungen und den Verlust an Lebensqualität.
Organisiert wurden viele dieser Demonstrationen von dem Netzwerk „Sud d’Europa contra la Turistització“, einem Zusammenschluss sozialer Bewegungen, der sich seit Jahren gegen die Auswirkungen des Massentourismus engagiert.
Gleichzeitig verändert sich das Reiseverhalten in Europa. Neben klassischen Urlaubszielen gewinnen zunehmend auch nördlichere Destinationen an Bedeutung. Hintergrund sind unter anderem extreme Sommerhitze sowie zunehmende Waldbrandrisiken im Süden. Dieser Trend, bei dem Reisende bewusst kühlere Regionen bevorzugen, wird als „Coolcation“ bezeichnet und führt insbesondere in Skandinavien und anderen Teilen Nordeuropas zu steigenden Besucherzahlen.











