Im österreichischen Bundesland Tirol haben heftige Wetterereignisse und anschließende Erdrutsche den hinteren Teil des Kaunertals vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Starke Regenfälle am Sonntagnachmittag lösten mehrere Murenabgänge aus, die die sogenannte Gletscherstraße an zahlreichen Stellen stark beschädigten und unpassierbar machten. Rund 200 Menschen wurden dadurch im Tal eingeschlossen.
Evakuierungen per Hubschrauber im Gange
Durch das Übertreten der Bäche Röstizbach und Watzebach infolge der starken Niederschläge kam es zu insgesamt drei Erdrutschen, die große Teile der Straße verschütteten und zudem das Stromnetz in der Region lahmlegten. Die eingeschlossenen Personen wurden in Gastronomiebetrieben und Unterkunftseinrichtungen der Kaunertaler Gletscherbahn sicher untergebracht.
Die Evakuierung von Personen aus Risikobereichen begann bereits am Sonntag mit Polizeihubschraubern. Für den Montag wurde eine groß angelegte Rettungsaktion mit vier weiteren Hubschraubern geplant, um die restlichen Betroffenen in Sicherheit zu bringen.
Behörden geben Entwarnung zur Lage
Der Leiter des Tiroler Katastrophenschutzes, Elmar Rizzoli, erklärte, dass die Betroffenen die Nacht sicher in den Unterkünften verbracht hätten und die Lage unter Kontrolle sei. Auch der Bürgermeister von Kaunertal, Christian Kalsberger, betonte, dass bislang keine Vermissten gemeldet wurden und sich alle Betroffenen in sicheren Bereichen befinden.
Geologische Experten des Landes untersuchen weiterhin die Situation vor Ort. Erste Analysen zeigen, dass mindestens zwei Abschnitte der Gletscherstraße vollständig eingestürzt sind. Die Behörden teilten mit, dass die Straße bis auf Weiteres gesperrt bleibt, bis die Schäden beseitigt und die Sicherheit wiederhergestellt ist.











