Ein dramatischer Schiffsunfall hat am Freitagmorgen gegen 04.00 Uhr die Rettungskräfte in Wien auf Trab gehalten. Ein mit rund 200 Passagieren besetztes Flusskreuzfahrtschiff krachte im Bereich der Schleuse Freudenau ungebremst gegen die Schleusenwand und das Schleusentor. Bei der Havarie wurden insgesamt 14 Personen verletzt.
Die Details zum Rettungseinsatz auf der Donau:
Heftiger Aufprall löste Panik an Board aus
Beim betroffenen Schiff handelt es sich um die MS Anna Katharina. Durch die Wucht des Aufpralls im Schleusenbereich kam es zu einer heftigen Erschütterung an Bord. Einige Passagiere und Besatzungsmitglieder stürzten und zogen sich Verletzungen zu.
Die Berufsfeuerwehr Wien und die Berufsrettung rückten mit einem Großaufgebot an. Entwarnung gab es rasch bezüglich ins Wasser gestürzter Personen: Niemand fiel in die Donau.
Aufwendige Bergung: 6 Personen im Krankenhaus
Die Rettungskräfte versorgten vor Ort insgesamt 14 Leichtverletzte:
- 6 Personen wurden mit Schmerzen im Rücken-, Brust- and Nackenbereich zur weiteren Behandlung in Wiener Krankenhäuser gebracht.
- Schwerverletzte oder Personen in Lebensgefahr gab es glücklicherweise nicht.
Da das Schiff nach dem Aufprall mehrere Meter unterhalb der Kaimauer lag, gestaltete sich die Rettung aufwendig. 5 Personen wurden über Leitern der Feuerwehr geborgen, 2 Personen mittels Rettungsboot an Land gebracht. Die restlichen Passagiere wurden geordnet auf ein Ausweichschiff evakuiert.
Schleusenkammer gesperrt: Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die betroffene Schleusenkammer in Freudenau wurde durch die Kollision erheblich beschädigt und bleibt nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Verbund mindestens bis Montag gesperrt. Der Schiffsverkehr auf der Donau wird derzeit über die zweite Schleusenkammer umgeleitet.
Das Schiff MS Anna Katharina wurde von der Schifffahrtsbehörde vorerst festgehalten. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache – ob ein technischer Defekt oder ein Fahrfehler vorlag – sind voll im Gange.









