In ganz Österreich gilt derzeit eine erhöhte Wetterwarnstufe. Die Unwetterzentrale (UWZ) hat das Land am Montagmorgen großflächig gelb markiert. Hintergrund sind mögliche kräftige Gewitter, die sich vor allem im Laufe des Nachmittags entwickeln können.
Besonders betroffen sind dabei das Berg- und Hügelland, wo sich durch die anhaltende Hitze immer wieder sogenannte Hitzegewitter bilden. Laut Meteorologe Nikolas Zimmermann nimmt auch im östlichen Flachland, insbesondere im Südosten, die Gewitterwahrscheinlichkeit am Nachmittag deutlich zu. Die Temperaturen steigen dabei auf 28 bis 34 Grad, lokal sind sogar bis zu 35 Grad möglich, wie Geosphere Austria prognostiziert.
Tragische Badeunfälle überschatteten das Wochenende
Die extreme Hitze hat bereits am Wochenende zu gefährlichen Situationen geführt. In Wien kam es innerhalb weniger Stunden zu zwei tödlichen Badeunfällen. Im Freibad Gänsehäufel wurde ein 24-jähriger Mann nach einer Vermisstensuche nur noch tot geborgen. Kurz zuvor war ein 39-jähriger Vater beim Baden vor den Augen seiner Kinder untergegangen.
Die Vorfälle zeigen erneut, welche Risiken hohe Temperaturen, überfüllte Badeanlagen und unterschätzte Strömungen mit sich bringen können. Besonders ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen geraten bei der aktuellen Wetterlage schnell an ihre körperlichen Grenzen. Doch auch gesunde Menschen kämpfen zunehmend mit Kreislaufproblemen und Erschöpfung.
Rekordserie bei Hitzetagen
Von einer Entspannung ist vorerst keine Rede. Österreich befindet sich weiterhin in einer intensiven Hitzewelle. Alle Landeshauptstädte verzeichnen derzeit eine Serie von mindestens zehn aufeinanderfolgenden Hitzetagen – ein möglicher neuer Rekord für den Monat Juni.
Die Temperaturen bleiben dabei landesweit hoch: In Wien, Graz und Linz werden bis zu 32 Grad erwartet, während in Innsbruck sogar Spitzenwerte von bis zu 33 Grad möglich sind. Auch in den kommenden Tagen bleibt das Wetter überwiegend sommerlich, allerdings mit steigender Gewittergefahr am Nachmittag.
Ausblick: Sonne, Hitze und lokale Unwetter
Auch am Dienstag setzt sich das hochsommerliche Wetter fort. Nach einem meist sonnigen Start des Tages bilden sich im Laufe des Nachmittags erneut Gewitterzellen, insbesondere von der Tauernregion über die Obersteiermark bis ins Most- und Waldviertel.
Die Temperaturen bewegen sich weiterhin auf sehr hohem Niveau zwischen 28 und 34 Grad. Meteorologen raten daher zu Vorsicht: ausreichend trinken, direkte Sonne meiden und die Wetterentwicklung am Nachmittag genau beobachten.











